Nigel Farage goes America

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Nigel Farage wird in die USA auswandern und knöpft schon einmal Kontakte. Irgendwo in der politischen Peripherie von Washington wird sich für diesen Goldgräber auch ein Pöstchen finden, nehme ich an. Wenn der Plan der Republikaner aufgeht, werden wir einen radikalen Umbau des Staates nach Geschäftsinteressen – nennen wir es „Big Business First“ – erleben. Mehr profitorientierte Betreiber von Schulen, Gefängnissen, öffentlicher Infrastruktur, weiterer Versicherungsleistungen. Wer jetzt seinen Einsatz richtig kalkuliert und die richtigen Leute kennt, wird über ein, zwei Dekaden richtig gutes Geld verdienen können. Und richtig gutes Geld bedeutet in den USA richtig viel Geld. Wenn der Plan aufgeht zumindest – und die Wahrscheinlichkeit ist größer als im ebenfalls privatisierungsfreundlichen Großbritannien, wo Farage als politischer Außenseiter aber ohnehin nicht profitieren könnte.

Wir werden sehen, welche doppelten Böden sich in den nächsten zwölf Monaten auftun. Wie sich mutmaßlich fortschrittliche CEOs positionieren, wenn das Klima in der Gesellschaft rauer wird und gleichzeitig der Kongress eine feine Steueramnestie durchsetzt. Natürlich ist der künftige Präsident ein Unsicherheitsfaktor, der sich schnell selbst aus dem Amt kegeln kann. Man stelle sich vor, er wäre ein wirklicher Unsicherheitsfaktor, ein Populist mit politischem Reforminteresse – und würde zum Beispiel das Kartellrecht, das fast nur noch eine Hülle ist, verschärfen oder die private Wahlkampffinanzierung einzuschränken versuchen.

Aber so jemanden haben die US-Bürger nicht gewählt. Nein, sie haben genau den Typus zu ihrem Präsidenten gemacht, zu dem auch Farage gehört. Das ist der Wählerwunsch, die moralischen Fragen kommen hinterher. Oder auch nicht. Amerikas Reiche – vom Silicon Valley bis Manhattan, von Palm Beach bis Malibu – können sich gut abschotten, wenn es draußen auf der Straße ungemütlich wird.

Fröhlichen Advent mit Künstlicher Intelligenz

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„Known to its creators as “neural karaoke”, the project from the University of Toronto can take any digital photo and transform it into a computer-generated singalong. It is a whimsical demonstration of what artificial intelligence (AI) might do for us beyond the familiar: giving voice to chatbots, wiping billions off the stock market, and ultimately destroying the human race.“ (via Guardian)