Welt

Werben um Amerikas klügste Köpfe

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Nach dem Wahlsieg Emmanuel Macrons geht sein Video aus dem Februar viral, in dem er amerikanische Klimaforscher einlädt, nach Frankreich zu kommen. Man kann über ihn sagen, was man will, aber er hat etwas begriffen: Dass für wissenschaftsfreundliche Staaten die paläokonservative Trump-Regierung eine Chance bietet, kluge Köpfe aus den USA nach Europa zu locken. Noch ist es zu früh, aber die wissenschaftsfeindliche Unterströmung in den Vereinigten Staaten ist weder neu, noch wird sie verschwinden.

Warum überlegt sich Deutschland kein Programm, um die klügsten Köpfe (und das nicht nur aus den USA) anzulocken und hier in die universitäre Forschung zu holen? Mit den Laborbedingungen werden viele deutsche Unis nicht mithalten können; vielleicht aber mit Planungssicherheit, Familienfreundlichkeit und einer Verpflichtung zur Wissenschaft, die in den USA noch stärker als anderswo vom Vorbehalt privatwirtschaftlicher Finanzierung abhängig zu werden scheint. Das wäre doch mal etwas, wofür man einen Teil der Steuerüberschüsse verwenden könnte.

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Fillon vs. Le Pen

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Ich bin kein Experte, habe aber eine Frage: Wenn ich die Wahl zwischen einem Rechtsnationalisten habe, der auf Neoliberalismus setzt (Fillon), und einer Rechtspopulistin, die den Sozialstaat zu schützen verspricht (Le Pen)… was ist genau nochmal das Wahl-Argument für Ersteren? Vernunft? Ich weiß nicht, ob die Linke den Kraftakt von 2002 übertreffen kann und für so eine Konstellation zu mobilisieren wäre. Aber gut, wir sind noch in der Frühphase und ich höre auf, die dunkle Kassandra zu spielen. Vielleicht hat der Deutschlandfunk ja recht und das sind Zeichen gelebter Demokratie , aber strategisch…

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