Typen

“Let’s stress him out some more”

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PCWCK.com

“There’s only a certain amount of times that I can read about how small my penis is,” Cohen said, after reading through the first day of comments. “It’s what I expected, you know? It’s what I expected. It’s what happens when you give the world anonymity.”

Statt eines Folterkellers: Joshua Cohen schreibt auf PCKWCK.com eine Woche lang eine Adaption von Dicken’s Pickwick Papers, live in einer Art Google Doc und per Webcam übertragen. Der dazugehörige Chatraum sind die Stimmen in seinem Kopf, nur outgesourct und ohne jeden Kontext.

Bernie Sanders

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Bernie Sanders - Caricature

Im August waren wir, beinahe zufällig, auf einem Wahlkampf-Auftritt von Bernie Sanders in Portland (Oregon). Und mit uns mehr als 25.000 andere Menschen.

Diese Gefolgschaft hat er auch in anderen Staaten. Sie ist erstaunlich, weder kann Sanders besonders gut reden, noch wirkt er volksnah im Sinne von “Würde mit dem Mann ein Bier trinken/ihn zum Abendessen unserer Familie einladen”. Ihn trägt die Botschaft von der Zerstörung der Mittelschicht, der Übermacht des Kapitals.

Die Stimmung rund um die Halle war euphorisch, es hatte sich der progressive, kampfeslustige Teil der Demokraten versammelt, der vorwiegend weiß ist, besonders in Portland (wo außerdem Gewerkschaften noch ein anderes Standing als im Rest des Landes haben).

Bernie Sanders wird nicht US-Präsident werden, aber er wird nicht der letzte Kandidat sein, der das Abgleiten des arbeitenden Amerikas thematisiert. Denn es ist trotz ordentlicher Konjunktur jeden Tag zu spüren.

In der Nacht (deutscher Zeit) wird sich zeigen, wie stark das Thema die TV-Debatte der Demokraten prägen wird. Vorher lohnt sich dieses kritische Sanders-Porträt im New Yorker. Morgen früh werde ich für @SZ über die Debatte berichten.

Siegfried Kracauer und Thomas Kapielski

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Siegfried Kracauers Straßen in Berlin und anderswo und Thomas Kapielskis Mischwald gehören zu den wenigen Büchern, die ich aus Deutschland hierher mitgenommen habe. Die Klammer für beides ist Berlin, mehr aber noch der entspannte Blick auf das Treiben, das sich Zivilisation nennt. Und das von ganz unterschiedlichen Seiten, vom Trottoir und aus dem Fenster der Kiezkneipe. Wir brauchen von beidem mehr.