American Hamlet

An Inconsistent Truth

Der Dokumentarfilmer Errol Morris über die Frage, ob den USA die Wahrheit verloren geht.

“[Die Ermordung John F. Kennedys] war ein Wendepunkt in der amerikanischen Geschichte, der endlos interpretiert und neu interpretiert wurde. Was wir am Ende daraus gelernt haben: Wir können der Regierung nicht vertrauen, sie hat Dinge vor uns zu verbergen, die Wahrheit. Dass das Interesse der Regierung nicht ist, mit uns die Geschichte oder was wirklich passiert ist zu teilen. (…) Egal, welcher Theorie du anhängst, ob Einzeltäter oder mehrere Schützen: Jemand versucht, etwas vor uns zu verbergen. Wenn die Warren Commission Recht hatte, hat sie das Ergebnis schlecht verkauft, Raum für sämtliche Verdächtigungen, Zweifel und Fragen gelassen. Was entstand, ist keine postfaktische Welt, sondern eine Welt, in der Paranoia in den Mittelpunkt rückt. Hamletartige Paranoia. (…) Ich stimme zu, dass die Kennedy-Ermordung der amerikanische Hamlet ist. Was ist mit Papa passiert? Wer hat Papa ermordet und warum – und sitzen wir wirklich in einem Nest voller Attentäter um uns herum?”

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Trump, „Fake News“ und Wesentliches

A teachable moment on “fake news”

“Der Autor, Michael Wolff, ist bekannt für Übertreibungen und sogar Fälschungen, inklusive Gesprächen, die in so lebhaftem Detail wiedergegeben sind, dass sie auf irgendeiner Ebene erfunden sein müssen. (…) Wesentliche Teile des Buches sind wahrscheinlich Bullshit (…), nichtsdestrotz schicken Menschen die Trump hassen die saftigsten Auszüge rum. (…) Mir ist das egal, will aber nur darauf hinweisen, dass die andere Seite ihre übertriebenen ‘Fake News’-Geschichten genauso konsumiert.”

Adam Kotsko wirft im Zusammenhang um das neue Trump-Buch den Anker der Rationalität aus. Sein Argument geht noch weiter und der Text sei ans Herz gelegt. Es geht darum, wie wir unsere politische Haltung entwickeln und aus dieser Übertreibungen und Lügen „sinngemäß“, wenn vielleicht nicht wörtlich, Glauben schenken. Daraus schließt er, dass sich die Progressiven sich in eine Sackgasse manövrieren, wenn sie „wir sind die Rationalen und die anderen die Pritimitiven, die alles für bare Münze nehmen.“

Mein Beitrag dazu ist (in guten Momenten), das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. In diesem Fall sind das jene oft versteckten radikalen Umbauten und Erlasse, mit denen die amerikanische Regierung längst begonnen hat, ein anderes Land aus den USA zu machen.

Trumps Streit mit Bannon lenkt vom Wesentlichen ab

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California Über Alles?

“Kaliforniens mächtigster Gouverneur aller Zeiten? Der nächste. (…) Hier zuhause (in Kalifornien) dominieren unsere Gouverneure nicht nur Politik und Politikthemen, sondern auch die Debatten in der Zivilgesellschaft. Zentralisierte Macht der Exekutive kontrastiert den Ruf des Bundesstaats, komplex und vielfältig zu sein, mit einer progressiven Kultur und innovativen Technologie, die stets dazu neigen, existierende Strukturen verändert.”

California’s next governor will be its most powerful

Dieses Jahr wählte Kalifornien einen neuen Gouverneur, wahrscheinlich Gavin Newsom. Und so sehr man sich drüben im Westen darüber freut, Nukleus des Anti-Trumpismus und vielleicht die Zukunft des Landes zu sein, so problematisch sind die Strukturen dafür: eine wachsende Machtfülle in den Händen des Gouverneurs, wie es sie auch im Weißen Haus gibt (und das Problem damit sehen wir gerade in Washington).

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Einfache Erklärungen über den Mann im Weißen Haus

„Trump weiß nichts über irgendein Thema außer sich selbst und hat keine Haltung zu irgendetwas außer sich selbst – ihn interessiert kein Thema außer ihm selbst. Sein offensichtlicher kognitiver Niedergang, seine hyperaktive Faulheit und seine alles überschattenden fixen Ideen sorgen dafür, dass er in diesem Leben nichts mehr Neues lernen wird.“

 The President of Blank Sucking Nullity

Natürlich unübersetzt viel besser: David Roth mit einem Rant im Baffler (an guten Tagen weiterhin das global führende Medium für Kultur- und Zeitgeistkritik-Rants).

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Die Russland-Chimäre

What We Don’t Talk about When We Talk about Russian Hacking

Jackson Lears schießt in einigen Aspekten über das Ziel hinaus, aber er konzentriert das Thema, das ich vor einigen Monaten  angetippt habe: Die Russland-Trump-Theorien verschonen die Demokraten als Partei davon, eine programmatische Alternative zu entwickeln; Clinton-Wählern ermöglichen sie es, Trump als unamerikanisch, als den „Fremden“ wahrzunehmen – ein klassisches Meme in der amerikanischen Geschichte (dabei ist er so amerikanisch wie Apfelkuchen). Und das blinde Vertrauen der US-Progressiven FBI und CIA als Retter des Staatswesens mutet angesichts der Historie nicht nur bizarr, sondern fahrlässig an.

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Die Gefahr des anthropologischen Journalismus

Besuch in Roberts County, Texas

Unsere Gesellschaft tendiert Lebenswelt-Segregation, spezialisierte Berufsgruppen zu Strukturen, in denen sich die Vertreter immer “ähnlicher” werden. Für den Journalismus bedeutet das eine wachsende Gefahr, über Lebenswelten “anthropologisch” zu berichten: Besuche auf dem Land, in anderen sozialen Schichten oder bestimmten Milieus verwandeln sich in Texte, die sich wie Exkursionen lesen.

Als Korrespondent hat die Sache noch einmal einen Kniff: Auslandsberichterstattung hat immer einen anthropologischen Hauch, dies liegt auch in der Übersetzungsfunktion, die wir weiterhin zu leisten versuchen.

Als wir nun neulich im Norden von Texas waren, um über den Wahlkreis mit den prozentual meisten Trump-Wählern zu berichten, war die Frage nach dem Ansatz der zentrale Knackpunkt: Andere Medien – unter anderem die Bild – waren dorthin gefahren und hatten einfach Kurzmeinungen abgegriffen, eine Art Trump-Wähler-Freakshow. Wir wollten dagegen das Dorfleben dort darstellen, die Probleme und Haltung zur Welt (und, nebenbei, zum US-Präsidenten). Soweit das geht, wenn man nicht dort wohnt. Genau das wird aber genau in dem Moment wieder anthropologisch, wo wir dem deutschen Leser das ihm fremde Milieu vermitteln.

Herausgekommen ist oben verlinkte Reportage und das Fazit, dass den Menschen dort die Politik eigentlich ziemlich egal ist. So wie es weiterhin ein ziemlicher Balanceakt ist, in einem Land mit 300+ Millionen Menschen einen Ausschnitt zu finden, der ehrlich als Stellvertreter-Ausschnitt für etwas Allgemeines, Verbreitetes gelten kann.

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Korruption, Gier und Nihilismus

greed

Die Steuerreform der Republikaner ist ein weiterer Schritt zu jenem Ziel, das immer größere Teile der amerikanischen Konservativen bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts verfolgen: Die Abschaffung des New Deals, jener Gesetze also, die den USA in den 1930ern ein Sozialsystem bescherte, das diesen Namen auch verdient.

Inzwischen geben sie sich nicht einmal mehr Mühe, die Umverteilung von unten nach oben, von öffentlicher in die private Hand, argumentativ zu rechtfertigen. Müssen sie auch nicht. Für sie geht es um die Erfüllung von Großspender-Interessen. Für die meisten Anhänger geht es um das “Gewinnen” – wenn der aktuelle Präsident etwas erreicht hat, dann die Vollendung des Werks, das Talk Radio und Fox News über Jahrzehnte betrieben haben: Trump ist für viele Menschen nicht mehr der amtierende Coach von Team USA, dessen Bewertung vom Erfolg abhängt. Er und seine Gefährten sind das Team.

Der politische Prozess war ein Skandal und es wird einmal in den Geschichtsbüchern zu lesen sein, wie viele Lobbyisten an der letzten Fassung mitgeschrieben haben. Der nächste Schritt ist klar: Angesichts des massiven Defizits werden die Republikaner Forderungen nach einer “Reform” des Sozialsystems, der öffentlichen Gesundheitsprogramme und des Bildungswesens erheben, die aus massiven Kürzungen und Privatisierungen besteht. Das wird schwieriger, aber nicht unmöglich: Die republikanische Partei betreibt die Entsolidarisierung der Gesellschaft, die Aktivisten am rechten Rand treiben die Entmenschlichung von politischen Gegnern und jenen voran, die angeblich ohne eigenen “Verdienst” Leistungen erhalten – Arme, Minderheiten und Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis. “So etwas wie Gesellschaft gibt es nicht”, sagte einst Margaret Thatcher. In den Vereinigten Staaten lässt sich erleben was passiert, wenn die Politik dieses Mantra ernst nimmt.

Der amerikanische Individualismus und die aus ihm geformte Struktur der Gesellschaft hilft ihnen dabei. Wie ich schon häufiger geschrieben habe: In den USA ist es noch einfacher als in Deutschland, sich davon abzukapseln, was diese Politik anrichtet. Vorausgesetzt, man hat ein bisschen Geld und Status. In sozial segregierten Städten wie New York, San Francisco oder Austin können progressive Amerikaner auf der moralisch richtigen Seite leben und auf irgendwelche Russland-Beweise hoffen, ohne überhaupt die Folgen der Trump-Ära im Alltag zu spüren.

Das heißt nicht, dass die gegenwärtigen Entwicklungen unumkehrbar sind und sich die Opposition erschöpft ins Private zurückzieht. Es wächst gerade eine Generation progressiver Aktivisten heran, die diese Entsolidarisierung erkennt und sich ihr entgegen stellt. Doch wie klein wirkt der mühsam aufgebaute Fortschritt, wenn die große Abrissbirne auf ihn niederfährt. Die Politik des “Schritt für Schritt” der Demokraten – zum Beispiel eine Gesundheitsreform unter großer Rücksichtnahme auf die Versicherungsbranche statt eines gesetzlichen Systems – ist gescheitert. Sie beruhte auf der Fehlannahme, dass es einen “natürlichen Fortschritt” gibt. Doch demokratische Gesellschaften werden auch im 21. Jahrhundert nicht zwangsläufig immer demokratischer, wie wir inzwischen alle wissen. Mehr noch: Jede Errungenschaft kann verschwinden, und das innerhalb kurzer Zeit.

Das ist die Botschaft, die wir Deutsche aus den USA 2017 vernehmen sollten. Entsolidarisierung und Entmenschlichung sind auch bei uns ein Thema. Darüber hinaus gibt es derzeit nichts, was wir von hier drüben auf der anderen Seite des Atlantiks lernen können. Das Amerika, das wir kennen und dessen demokratische Tradition viele von uns schätzen, verschwindet gerade und wird zu etwas anderem.

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Strategie vs. Reaktion

You spin me right round, baby right round.

„China packt große Dinge an, gute, schlechte oder mit Fehlern behaftete – während wir uns der Katastrophe nähern und sanft vor uns her summen, um dann unsere Telefone zu zücken.“ Das schreibt Ian Welsh drüben über die Frage, welche Länder wirklich noch strategisch denken. Ob China wirklich eine Welt von morgen plant oder im chinesischen Zeitverständnis nicht eher die von heute Nachmittag, sei dahingestellt.

Die Diagnose, dass der Westen reaktiv geworden ist, ist dagegen deutlich nachvollziehbar. In den USA, wo der Wohlstandstransfer zu Privatfirmen und ihren Eigentümern am fortgeschrittensten ist, sowieso. Auch Deutschland vermittelt – siehe Infrastruktur-Schäden – das Bild einer Gesellschaft, in der jene “ferne Zukunft” angekommen ist, in die man die Lösung von Problemen verschoben hat. In Sachen Digitalisierung jenseits der Industrie, in der Klima- und Umwelt-Politik, im Komplex Bildungszugang und rund um die “Deutschland AG” werden bald ähnliche Risse sichtbar, weil das “morgen” plötzlich “jetzt” ist.
Thomas Heaney hat die Merkel-Strategie vor der Wahl so beschrieben: „Ihr Trick ist es, die Kernprobleme ihres Landes zu vermeiden, während sie die Symptome geschickter behandelt als alle konservativen Politiker vor ihr.“

Dieses „Auf-Sicht-Fahren“ hat seine Ursache (oder ist es eher die Rechtfertigung?) auch in der deutschen Austeritäts-Geisteshaltung (vgl. Schuldenbremse) – letztlich also basiert es auf einer überholten Wirtschaftspolitik, die „Strategie“ vorgibt aber im Kern wichtige Entscheidungen in eine Zukunft verschiebt, in der nurmehr reaktiv gehandelt werden kann. Bekannte Beispiele in Deutschland sind der Breitbandausbau oder auch der staatliche Schutz für die deutsche Autoindustrie und dessen Unmöglichkeit in Anbetracht technologischer Veränderungen.

Andere Länder wie Griechenland, in das Austerität exportiert wurde, werden mit den Folgen von Schlussverkauf-Privatisierungen konfrontiert. Sie beschreiten letztlich einen ähnlichen Weg wie die USA: Marode öffentliche Systeme, die neben privaten Infrastrukturen mit finanziellen Zugangshürde existieren; eine Aufspaltung der Bevölkerung in jene, die sich Teilhabe leisten können und den wachsenden Teil derjenigen, deren Einfluss auf Zukunftsfragen sich einzig auf die Stimmabgabe bei Wahlen beschränkt.

Die daraus folgende Entfremdung schwingt als unartikulierte Gefahr auch Welshs Text mit: Die Hoffnung, die „Alternativlosigkeit“ der herrschenden Strukturen durch freier agierende, aber eben im Kern autoritäre Systeme aushebeln zu können. Trotz klarer Zeichen, dass es dafür auch bei uns dafür eine wachsende Sympathie gibt, werden grundsätzliche systemische Reformfragen aus der politischen Mitte nicht gestellt, sondern vielmehr weiterhin vor allem Symptome mit Ursachen verwechselt. Die “liberale Weltordnung” wirkt aus dieser Perspektive ziemlich konservativ.

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USA: Der Faden reißt

US Capitol Building ~ Washington DC

Die Stärke demokratischer Institutionen liegt nicht in den Buchstaben des Gesetzes – es sind praktischen Arrangements, die ihre Funktionalität gewährleisten. In den USA kassieren das Weiße Haus und die Republikaner gerade einige dieser Arrangements; die Trump-Regierung schränkt die Pressebriefings ein, Behörden verweigern Abgeordneten Informationen, vor allem aber peitschen die Republikaner das Gesundheitsgesetz ohne Senatsanhörungen durch, obwohl mehr als 20 Millionen Menschen ihre Versicherung verlieren könnten. Von der Akzeptanz präsidialer Inkompetenz und Normenverstöße rede ich gar nicht.

Die praktischen Folgen sind schlimm genug, doch selbst bei einem Scheitern dieser Vorstöße sollte die Bereitschaft zum Autoritarismus Sorgen bereiten, die sich dahinter verbirgt. Die Bereitschaft auf Seiten der Konservativen, Täter oder Mittäter durch unbeteiligtes Zuschauen zu werden. Und das alles für Macht und die finanziellen Interessen einiger weniger Akteure, die sich Politik kaufen können. Hyperkapitalismus, vollendet.

Es wird nicht einmal nur Trump sein, sondern Typen wie Senatsführer Mitch McConnell, die für Historiker einmal diesem Zynismus und das Ende der politischen Verantwortungsbereitschaft personifizieren werden. Und Verantwortungslosigkeit gegenüber der Allgemeinheit ist es, mit der die Republikaner auch ihre Basis locken – siehe Klimapolitik, siehe struktureller Rassismus, siehe Tribalismus. In einem Zeitalter massiv wachsender Probleme gewiss eine große Verlockung, wenn auch nur kurzfristig oder für den Preis einer massiven Ausweitung von Unterdrückung zu erreichen. Ich bezweifle, dass sich das Land von der gegenwärtigen politischen Phase erholen wird – denn der aktuelle US-Präsident ist nur das Symptom der Krankheit, nicht die Ursache.

Ich habe großen Respekt vor der konservativen amerikanischen Denkschule und ihrer Rolle im Wettbewerb der Ideen. Doch das, was gerade passiert, ist nicht einmal Paläokonservatismus – es ist jener politisch-gesellschaftliche Nihilismus, wie er kennzeichnend für zusammenbrechende Imperien ist.

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Welches New Orleans?

New Orleans

Was ist New Orleans? Das kommt drauf an, wen Du an welchem Tag fragst und ob Du eine Stunde Zeit hast, damit ich Dir es erkläre. Nola ist der vielleicht freundlichste Ort, an dem ich je leben durfte. Nach San Francisco, wo Zwischenmenschlichkeit allzu oft mit geschäftsmäßiger Transaktionalität abgewickelt wurde, habe ich einen Ort großer Herzlichkeit kennenlernen dürfen. Natürlich gibt es die Gewalt, die Morde und Raubüberfälle, das Elend und die Tatsache, dass Du wirklich jeden Tag mehrmals über das Konzept von Ethnie/Rasse und den ganzen Kontext nachdenken musst. Wenn Du nicht gerade einem der vielen Schlaglöcher ausweichst. Aber das ist eben nur ein Teil des großen Ganzen, in dem ein Geist des Miteinander-Auskommens und des Carpe Diem wohnt. Denn niemand weiß, was morgen ist.

New Orleans

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New Orleans Impressions

New Orleans

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New Orleans ist die Stadt, wo Konföderierten-Nostalgiker und Rassisten auf eine schwarze und progressive Mehrheit treffen. Der Ort des wildesten Karnevals nördlich von Rio. Der atemberaubenden Schönheit der Architektur und des Verfalls. Wo Reichtum wohnt und bittere Armut. Wo die Straßen nachts so aussehen können, als hätte sich seit 100 Jahren nichts geändert außer der Autogrößen. Wo Künstler geschätzt und Underachiever nicht anhand ihrer Fehler beurteilt werden, sondern anhand ihres Charakters.

Der Ort, an dem Katrina die Zeit in einigen Gebäuden angehalten hat, die nun verlassen stehen – zu groß, um sie abzureißen, zu verfallen, um sie zu sanieren. Wo Menschen leben, die die Flut überlebt haben. Und Katzen, die sich auf die Speicher und Dächer retteten und sich dort von Mäusen ernährten.

New Orleans ist auch der Ort, in dem die großen Pipelines und Industrieanlagen ihre Schatten werfen, als Teil Louisiana ist es Teil eines Bereicherungskomplexes, der Umwelt und Arme enthemmt ausbeutet.

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Ich habe New Orleans als Ort kennenlernen dürfen, der Dich in seinem besten Momenten einfach „da sein lässt“. In dem die Zeit sich träge entlang der Temperaturen biegt, die Grenzen zwischen Leben und Tod verschmelzen und die Natur sich am Ende immer noch holt, was sie braucht. In der Wolkenbrüche und heftige schwüle Hitze sich innerhalb von Minuten abwechseln können. Ein Ort, in dem die Unvernunft regiert und eine Unberechenbarkeit erschafft, die grandios oder grausam sein kann.

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New Orleans

Ich werde den Himmel über New Orleans nicht vergessen und die Menschen nicht. Und wenn sie mich einmal fragen, welche Stadt in diesem verrückten Land noch eine Seele hat und sich nicht der Clevelandisierung oder Manhattanisierung des Landes beugt, dann werde ich auf der Karte tief in den Süden deuten. Ich drücke dieser Stadt alle Daumen, denn sie ist zerbrechlich, wie ein Kartenhaus in der Sommerbrise. Und doch hat sie mich und mein Herz erobert mit ihrem Charme, ihrer Kraft und ihrer Herzlichkeit. I heart NO LA.

New Orleans

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Mehr über New Orleans, Louisiana, hier im Archiv.

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