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„Don’t be evil“ und der Geist des Protestantismus

Don’t Be Evil: Fred Turner on Utopias, Frontiers, and Brogrammers

„Vor ungefähr zehn Jahren habe ich viel Zeit bei Google verbracht. Ich habe ein interessantes Loop erlebt: Es begann mit ‚Don’t be evil.‘ Dann wurde die Frage ‚Okay, aber was ist gut?‘. Nun, Informationen sind gut. Informationen befähigen Menschen. Also ist es gut, Informationen bereitzustellen. Okay, super. Wer stellt die Informationen bereit? Oh, richtig: Google macht das. Du landest also in diesem Loop, in dem was für die Menschen gut ist auch für Google gut ist und umgekehrt. Und das ist ein schwieriger Raum, in dem Du damit bist.
Ich glaube, der Impuls, die Welt zu retten ist sehr aufrichtig. Aber die Leute bringen den Impuls, die Welt zu retten und den Impuls, für die Firma das Beste herauszuholen, etwas durcheinander. Natürlich ist das eine alte protestantische Tradition.“

Die protestantische Verknüpfung war mir im Kontext der „Tech-Mission“ noch nie in den Sinn gekommen, aber ist natürlich völlig amerikanisch und in der Wirtschaft tief verankert (und wird nun einmal mehr als technologischer Idealismus globalisiert).

Aber das ist nicht der einzige schlaue Gedanke im Interview mit dem Stanford-Medienwissenschaftler und Buchautor Fred Turner, das ganze Gespräch ist seeehr spannend.

(via Airi Limpinen)

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