Texas Tragedy Tours

Ein paar Fotos von einem Roadtrip Richtung Norden.

Dealey Plaza, Dallas

Die Tragödie der Ermordnung John F. Kennedys ist nicht nur die eines nationalen Traumas, sondern auch die möglicher alternativer Geschichtsverläufe: kein Vietnam, ein anderer kalter Krieg, eine versöhnlichere Zukunft. Vielleicht. Der Schmerz hängt auch damit zusammen, dass ein derart unbedeutender Typ wie Lee Harvey Oswaldden US-Präsidenten umbringen kann (Disclosure: ich halte die Einzeltäter-Theorie als Erklärung für den Tatverlauf für ziemlich schlüssig). Hätte der Secret Service wie zu anderen Gelegenheiten Schützen auf den Dächern postiert, wäre der Baum (im ersten Bild rechts unten) so groß wie heute gewesen oder damals schon die Beschilderung über der Straße existiert… wie gesagt, die Kennedy-Ermordung ist eben auch jenseits der Tat-Theorien eine Einladung, über den Konjunktiv nachzudenken (Das erste Foto ist ein Stockwerk über dem Buchlager-Eckfenster, von dem geschossen wurde, aufgenommen. Die beiden Kreuze auf der Straße zeigen die Position der Limousine, als die Schüsse fielen).

Dealey Plaza Dallas John F. Kennedy Schulbuchlager

Mt. Carmel Center, Waco

Wenn die Kennedy-Ermordung 1963 den US-Amerikanern Misstrauen gegen den Staat und seine Sicherheitsorgane lehrte, dienten einigen von ihnen die Geschehnisse von Waco dreißig Jahre später als Beweis für die Feindseligkeit des Staates. Nach einem Schusswechsel mit mehreren toten Agenten belagerte das FBI wochenlang das Gelände der christlichen Davidianer-Sekte und stürmte es am Ende mit Panzern und Tränengas. Ein ausbrechendes Feuer tötete 74 Menschen, darunter den Sektenführer David Koresh. Der Neonazi Timothy McVeigh führte als direkte Reaktion 1995 den Bombenanschlag von Oklahoma City aus (168 Tote, mehr als 900 Verletzte).

Morgen, am 19. April 2018, ist der 25. Jahrestag. Was genau in Waco passiert ist, bleibt trotz der quasi-öffentlichen Verhandlungen unklar. Letztlich lässt sich fehlende interkulturelle Kommunikation als eine Ursache für die Tragödie ausmachen: Das FBI kommunizierte mit dem (mehrere Mädchen zwischen 10 und 16 missbrauchende) Koresh und seinen Leuten lange wie mit einem Geiselnehmer, ohne sich in das Wertesystem der Fundamentalisten hineinzuversetzen, um eine Lösung zu finden. Der Gebäudekomplex ist total abgebrannt, vor einigen Jahren wurde eine Kapelle errichtet, die aber nicht mehr benutzt wird. Konservative und Interessierte können sich dort von freundlichen Menschen erklären lassen, wie niederträchtig der Staat ist (nur echt mit „Hillary for Prison 2016“-Banner im Kapellen-Innenraum). Gedenksteine erinnern an die Toten, aber auch an die Opfer von Oklahoma.

Waco Branch Davidianer Gedenkort Texas

George W. Bush Library, Dallas

Beim Besuch der George W. Bush Library ist mir wieder eingefallen, was für schlimme Jahre das waren. Die Tragödie der US-Amerikaner ist, einen als Cowboy verkleideten Dynastie-Sprössling gewählt zu haben, zu dessen größter Leistung das Management eines Baseball-Clubs und die Führung eines Bundesstaats waren, der sich durch die Einnahmen aus Ölbohrungs-Rechten sorgenfrei um die Verteilung von Geld und Ideologie kümmern kann. Unser aller Tragödie ist, dass „Dubya“ eben nicht Präsident irgendeines Landes war und die Irak-Invasion nicht nur das eigene Imperium beschädigt hat, sondern auch im Nahen Osten und damit der direkten europäische Nachbarschaft eine moderne Version des 30-jährigen Krieg ausgelöst hat.

George W. Bush Presidential Library Dallas

Southfork Ranch, Parker

Okay, ich gebe zu, dass die Ranch aus der TV-Serie Dallas nicht unbedingt ein Ort der Tragödie ist. Abgesehen vielleicht davon, dass dort einige fiese Intrigen gesponnen wurden und J.R. Ewing – wie alle Familienmitglieder-Figuren, deren Darsteller gestorben sind- ein Grab auf dem Grundstück der Ranch bekommen hat. Inschrift: „The Only Deal He Ever Lost.“ Vielleicht passt die Ranch aber doch zum Tragödien-Motto, denn Dallas stand ja wie wenige andere Serie für das Abfeiern von Materialismus, Reichtum und Gier, dem „American Way of Life“ der Reagan-Ära also, der sich ziemlich gut exportieren ließ. Passenderweise hat der ehemalige Eigentümer der Ranch das Anwesen einst beim Poker verspielt, der aktuelle Besitzer versucht die Ranch mit Führungen, Fan-Treffen oder Events in der Scheune so gut es geht zu Geld zu machen. Den Besuch kann man sich leider sparen.

Dallas Southfork Ranch Texas Führung Grab J.R. Ewing

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Eigentumsstrukturen

Ich glaube, wir können die Geschehnisse in der Wirtschaft nicht mehr seriös erkennen, wenn wir weiterhin auf die ganze Management- und Merger-Narrative starren, während wir die Eigentumsstrukturen vernachlässigen.

Beispiel 1: Einzelhandel und das Amazon-Narrativ

Vor einigen Wochen machte der amerikanische Spielzeugkonzern Toys”R”Us pleite. Warum? Oft genannt und offensichtlich: Amazon (oder auch, seltener genannt, die Allesverkauf-Ketten Walmart/Target). Dass die Firma seit Jahren mehrere Hundert Millionen Dollar jährlich abstottern musste, um die Übernahme durch Finanzinvestoren (u.a. KKR und Bain) zu refinanzieren? Wurde berichtet, aber das Amazon-Narrativ bleibt im Gedächtnis, weil es zum Zeitgeist passt.

Beispiel 2: Indexfonds

Fast niemand weiß, was Indexfonds sind. Was zur Folge hat, dass wir glauben, das Aktien-Eigentum an Unternehmen ist irgendwo überall in der Welt verteilt. Stimmt nicht: einem Studie aus dem vergangenen Jahr zufolge haben die drei Fonds von State Street, Vanguard und Black Rock inzwischen die nominelle Aktienmehrheit bei 40 Prozent aller börsendotierten US-Firmen. Es gibt Diskussionen darüber, was das im Fall eines Crashs für die Stabilität der Aktienmärkte bedeutet, auch über Fragen nach den Folgen für Wettbewerb zwischen Firmen im gleichen Sektor wird diskutiert. Irgendetwas verändert diese Konzentration der Eigentümerstruktur, aber die meisten Menschen wissen nicht einmal, dass sie existiert.

Beispiel 3: Staatsfonds und Konglomerate

Immerhin: Dass arabische Staatsfonds wie PIF und QIA, die norwegischen oder chinesischen Staatsfonds sehr aktiv sind, ist halbwegs bekannt (unter anderem wegen des China-Aufstiegs-Narrativs, des norwegischen Reichtums und der “Öffnung” Saudi Arabiens). Aber wo genau sie aktiv sind (unter anderem: Endphasen-Funding in Tech), wie sie zusammenhängen und verschachtelt sind? Ich habe nicht das Gefühl, das jemand Buch führt und versucht, den Überblick zu behalten. Dabei wird hier gerade ein großer Teil des Machtspiels festgelegt, das parallel politisch ausgetragen wird (vgl.: Saudi Arabien und die Trump-Regierung oder dass Blackrock und der Saudi-Fonds PIF 40 Milliarden Infrastruktur-Investment in den USA finanzieren könnten).

Oder, Beispiel Konglomerate: Dass SoftBank gerade im Ridesharing-Markt ein globales Oligopol schafft, bei dem sie an allen relevanten Firmen Anteile haben? Geht unter, weil das Narrativ “Uber steigt aus dem Markt XY aus” besser zur Geschichte über das rücksichtslose Mega-Startup passt, das sich übernommen hat.

Jetzt kann ich natürlich meine Warnung genauso gut aus dem Fenster rufen (was ich auch erfolglos getan habe): Mit etwas Suchgeschick und Aufmerksamkeit lässt sich zu alldem etwas finden, und die Mehrheit der Menschen hat sich mit solchen Details nie beschäftigt. Aber wir hängen trotz Piketty immer noch im 20. Jahrhundert fest, vor allem auf Marktstrukturen und Machtverteilung innerhalb von Sektoren zu blicken, nicht auf die Eigentumsstrukturen und Kapital-Querverbindungen jenseits der offensichtlichsten Ebene. Und damit erkennen wir systemisch den Wald vor lauter Bäumen nicht – mit welchen Folgen auch immer.

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Jens Jessen (und der #MeToo-Moment)

Eine längere Notiz zum „bedrohten Mann“.

Eine Polemik ist in den seltensten Fällen ein ehrliches Debattenangebot, funktioniert aber im Kontext der Aufmerksamkeitsökonomie ungemein besser als ein sachlich gehauchtes “Moment mal, ich hätte da eine Kritik an der Diskussion anzumelden”.

Natürlich, es lässt sich erahnen, rede ich von Jens Jessens Stück zum Gegenwartsfeminismus. Dessen Schicksal entspricht derzeit insofern konsequent dem selbstgewählten Format, als es zunächst entsprechend der Aufmerksamkeitsökonomie vorwiegend nach Verpackung wie Social-Media-Ausschnitten, Überschrift und Aufmachung, nicht nach dem Inhalt beurteilt wurde (o twitter, o mores!). Aber ohnehin, die unter dem Text angemeldete Replik von Bernd Ulrich deutet es an, scheint man bei der Zeit vor allem unter sich debattieren zu wollen.

Leider trägt Jessens Text auch während der Lektüre nicht besonders viel zur Erhellung oder Debatte bei. Die argumentative Schwäche ist bereits darin angelegt, dass Jessen “dem neuen Feminismus” eine verachtende Stereotypisierung von Männern vorwirft. Was natürlich selbst eine Verallgemeinerung ist, “den Feminismus” gibt es schon seit den Siebzigern nicht in jener imaginierten Reinform und nicht jede Feministin der neuen Generation fotografiert männliche Tramper und versieht sie mit dem Hashtag #MöglicherTäter oder auf hält die Übermalung des Gomringer-Gedicht für einen Meilenstein der Emanzipation (um mal zwei Beispiele zu nennen, die ich persönlich für kontraproduktiv halte).

Der überzeichnete Vorwurf, als Mann wie Muslime kollektiv für die Taten Einzelner verantwortlich gemacht zu werden, ließe sich nach diesen Maßstäben also auch in den Gegenstand die Polemik hineinlesen – alle Frauen, die sich für Emanzipation oder einfach nur für ein Leben ohne Furcht vor männlicher Gewalt einsetzen (also eigentlich nicht einmal Feministinnen sind, sondern nur auf Menschenrechte pochen), sind mögliche Hardliner oder “Radikalfeministinnen”, wie JJ sie nennen würde (mich würde übrigens interessieren, ob die Recherche jenseits der Internet-Textexegese Recherche auch aus Gesprächen und Veranstaltungen bestand).

Kleiner Verweis auf die Debatte in den USA: Das Fundament des Harpers-Textes vor wenigen Wochen über “Twitter-Feminismus” war durch eine selektive Online-Zitatauswahl ebenfalls recht wackelig, machte aber zumindest klar, dass sich die Kritik auf die netzpublizistisch-feministische Sphäre bezieht, die auch Jessen offenbar vorwiegend meint – und führte, wenn auch anonym, weibliche Kritikerinnen an oder konnte auf puritanische Entgleisungen wie die “Shitty Media Men List” verweisen.  Wie bei anderen Phänomenen vermischt sich aber auch bei #MeToo die amerikanische Situation und Wahrnehmung mit der Realität im eigenen Land. Was einerseits richtig ist, denn das macht den Moment so universell – und andererseits gefährlich, weil wir eben gerade im Rollenbild-, Berufs- und Uni-Kontext von sehr unterschiedlichen Sozialisationen und Strukturen reden (das heißt nicht, dass sexuelle Diskriminierung häufiger oder seltener ist – das lässt sich gar nicht feststellen, glaube ich. Was es heißt ist, dass wir anders geprägte Akteure in einem anderen Kontext erleben).

Was durch die marketing-gerechte Aufmandelung des “bedrohten Mannes” etwas verschüttgeht, ist die tatsächlich relevante Frage, wie integrativ der aus #MeToo abgeleitete Moment sein kann und muss – und was sich überhaupt gerade ändert.

Die Veränderung der Machtverhältnisse, so hat vor einiger Zeit die Kulturkritikerin Laura Kipnis festgestellt, geschieht heutzutage ja nicht in mehr die Erstürmung der Bastille, sondern in der Veränderung, wie wir über etwas reden und denken.

Mein subjektiver Eindruck ist, dass sich hier nach #MeToo gerade wirklich etwas ändert – und das, ausgelöst durch die öffentliche Debatte, vielleicht am konkretesten im privaten und beruflichen Kontext. Dort ist durchaus Raum für Einzelfallbetrachtungen, Ehrlichkeit, Nuancen, Zwiespältigkeiten und individuellen Erfahrungsabgleich mit dem Narrativ “da draußen”, während der öffentliche Diskurs inzwischen oft von den üblichen Kulturkampf-Ritualen überschattet wird (inklusive der Jessen’schen Pauschalisierungen, dem öden Maskulinisten-Geraune, aber auch des “alten weißen Mannes” und seiner Verwandten als gerne genutztes Rhetorik-Kantholz, das dem “Gutmenschen” ähnelt0). Diese “Backstage”-Bewegung ist vielleicht die langsamere, aber in ihr finden die wirklichen Veränderungen statt.

Wie stark die gesellschaftliche Wirkung allerdings jenseits des akademischen Milieus ist, lässt sich schwerer beantworten: 42 Prozent der Deutschen haben einer Umfrage zufolge von #MeToo noch nie etwas gehört.

Theoretisch wäre der Einstieg simpel: Fehlverhalten ausgesetzt zu sein – vom Alltagssexismus über Normübertretungen bis hin zum Verbrechen – ist eine universelle weibliche Erfahrung unabhängig von der Klassenzugehörigkeit, ob sie Frau, Freundin, Bekannte, Mutter oder Schwester betrifft, und der #MeToo-Moment ist für alle Geschlechter oft ein Empathie-Dynamo. Männern eröffnet sie damit nebenbei die Tür für eine Selbstreflexion von “Männlichkeit 1.

Aber unabhängig davon, dass die Diskussion darüber von Betroffenen eine Menge Mut zur Intimität erfordert, hat die Interpretation von #MeToo meinem Eindruck nach oft zwei Unschärfen: Die eine betrifft die Unterscheidung zwischen den Formen des Fehlverhaltens, die andere die Ausdehnung der Debatte auf den berechtigten Wunsch nach beruflicher Gleichberechtigung.

Beides entspringt natürlich der Kritik an den existierenden Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern. Aber es ist schwer vermittelbar, Sexismus und Vergewaltigung als zwei Seiten der gleichen Münze zu beschreiben – die Währung mag identisch sein, die Münze ist es nicht.

Und auch die Kontextualisierung von #MeToo als Symptom für fehlende berufliche Gleichberechtigung mag aus einem kohärenten System stammen, in der Praxis aber halten es weniger theorieaffine Menschen mit Recht für zwei Paar Stiefel, ob ein Chef mir an den Hintern fasst oder sich korrekt verhält, aber die Beförderung verweigert, weil er für die Position einen Mann gewählt hat, mit dem er Bonding-Erfahrung hat.2

Fehlt es also an Differenzierung? Es ließe sich einwenden, dass das insofern unwichtig ist, weil der Lauf der Dinge – also eine “Systemreform” (oder wie auch immer man das nennen mag) sich ohnehin schon vollzieht. Allerdings ignoriert dies die Lehre der vergangenen Jahre, dass es keine “natürliche” und ungebremste zivilisatorische Bewegung zu progressiven Werten gibt. Und selbst ein Resultat mit neuen (oder zurück ins Gedächtnis gerufenen) Verhaltensnormen alleine fällt hinter dem Anspruch des #MeToo-Moments zurück, neben dem Sein des Geschlechterverhältnisses auch das Bewusstsein für Machtsituationen zu verändern (so interpretiere ich das zumindest).

Meine Ableitung daraus ist, dass wie bei allen politischen Veränderungswünschen das Thema natürlich auch jenseits der Peer-Group vermittelt werden muss. Oder, um David Brooks zum Wesen neuer sozialer Bewegungen zu zitieren: “Jede Bewegung, die heute Legitimation verdienen möchte, muss die Urheberschaft streuen. Der Ikea-Effekt lässt sich anwenden: Menschen wertschätzen das, an dessen Aufbau sie beteiligt waren.”

Das ist aber kein Ratschlag, ich bin kein Aktivist und will nicht mansplainen, auch wenn der Vorwurf nach mehr als 7000 Zeichen durchaus glaubwürdig vorgebracht werden kann. Vielleicht kann ich aber trotzdem einen Wunsch formulieren: Ich wünsche mir allgemein weniger Wehrlosigkeit im politischen Diskurswerkzeugkasten, weniger Clickbait in der gedruckten Zeit und mehr von jener erwachsenen Debatte, die ich im Privaten erleben darf.

 Natürlich ist ein Diskussionsbeitrag keine Freikarte für eine Antwort, natürlich symbolisiert der “weiße Mann” auch ein Privileg; aber wer das rhetorische Kantholz schwingt, muss damit leben, einen Vorwand zum Ausstieg zu liefern oder – folgenreicher – das Angebot zur männlichen Selbstreflexion auch interessierten Zeitgenossen (und -genossinnen) nicht ehrlich erscheinen zu lassen.

1  Dass #MeToo auch Männer ermutigt, über ihre Missbrauchserfahrungen zu reden, zeigt das Essay von Junot Díaz.

2 Ich spare mir aus Platzgründen eine Debatte darüber, wie bürgerlich oder nicht der karrierebezogene Feminismus ist und ob wir nicht die Möglichkeit einer Systemreform vergeben, wenn weibliche Führungskräfte letztlich nach den Shareholder-Value-Maßstäben handeln werden, denen auch ihre männlichen Gegenparts folgen.

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Live by the API, die by the API

„Instagram hat ohne Vorwarnung viele der inoffiziellen Apps, die an die Plattform angedockt sind, kaputt gemacht. Am Wochenende überraschte es Entwickler mit einer massiven Reduzierung der erlaubten Anfragen an die Instagram-API, indem es das Limit von 5000 auf 200 Anfragen pro Stunde senkte. (…) Einige Entwickler gehen davon aus, dass die Änderung mit dem Versuch des Mutterkonzerns Facebook zu tun hat, nach der endlosen Reihe von Datenskandalen die Daten-Privatheit zu verbessern. (…) Dies könnte dazu führen, dass viele Entwickler dem Instagram-Ökosystem den Rücken kehren – nicht, dass die Firma besonders scharf auf einige dieser Programme war. Reports+ verlangt zum Beispiel 3,99 US-Dollar pro Monat, um Menschen Analytics über ihre Instagram-Follower zu liefern (…) Reports+ hat seit Oktober 2016 mehr als 18 Millionen US-Dollar über den App Store und Google Play umgesetzt, alleine im vergangenen Monat 1,2 Millionen.“

Instagram suddenly chokes off developers as Facebook chases privacy

Kleines Selbstzitat aus 2015:

„Die großen Identitätsanbieter sind proprietäre soziale Betriebssysteme, und sie folgen ihren eigenen, von Aktionärsansprüchen geprägten Regeln. Wer Software für Content-Silos baut, muss sich klar darüber sein: Sobald eine Nutzung oder eine Funktion das Geschäft eines Identitätsanbieters gefährdet, werden diese den Zugang abklemmen.“

Lebe auf der API, stirb auf der API. Ich kann mir aber vorstellen, dass wir in ein, zwei Jahren aus unterschiedlichsten Richtungen (Forschung, Regulierer, Firmen aus den angeschlossenen Ökosystemen) Rufe nach verpflichtenden API-Konzepten hören werden.

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Internet: Content und Kommunikation Anfang 2018 (Collage)

Ein paar Stellen, die ich mir in den vergangenen Tagen markiert habe.

CONTENT: When every undocumented action has an opportunity cost

„Jeder mit Zugang zum Internet kann ein Publikum finden, aber es kostet einigen geistigen Grundbesitz: Je mehr wir Social Media benutzen, desto stärker reorganisieren wir unsere Sprache nach dessen Vorgaben, desto stärker bestimmen seine Feeds, wie wir über etwas denken. Auf eine gewisse Art ist das der zeitlose Kompromiss zwischen dem Alleinsein und seinem Gegenteil: Wir können inmitten von Anderen sein, vorausgesetzt wir passen uns an ihre Bedürfnisse und Erwartungen an. Aber die “Anderen” sind in diesem Falle genauso Ausdruck und Nebendestilat der Plattformen, wie sie eine Gruppe von Menschen sind.“

The End of Virality

„Es gab diese Monokultur. Das war, worum es am Ende des vergangenen Jahrhunderts bei MTV ging: Du kommst auf den Sender und jeder kennt deinen Namen. Das Internet hat das zerstört und zum Schlüssel wurde, dass jeder im Internet über ein Thema redet. Das hat eine Weile funktioniert. Aber jetzt, so wie wir uns keine Witze mehr per E-Mail schicken, schicken wir keine süßen Videos oder ähnlichen Quatsch herum und wenn wir das auf unserer Facebook-Seite posten, ignorieren die meisten Leute es, weil den ganzen Tag irgendjemand ihnen ‘guck dir das an’ sagt und sie einfach nicht so viel Zeit haben.“

 The Cry of “Fake News” is the Echo of a Real Problem

„Jeder kann die fehlende Menschlichkeit im Content fühlen. Sie merken, dass er nach Schema F und Fließband aussieht. Sie erkennen, dass der ideologische Rahmen nicht unbedingt deshalb eingezogen wurde, weil die Redaktionen glauben, dass es die Wahrheit ist, sondern weil sie auf mehr Verbreitung über Facebook hoffen.“

 Say goodbye to the information age: it’s all about reputation now

„Wir müssen den Paradigmenwechsel vom Informationszeitalter hin zum Reputationszeitalter berücksichtigen, wenn wir versuchen, uns gegen ‘Fake News’ und andere Misinformations- und Desinformationstechniken verteidigen, die sich derzeit über gegenwärtige Gesellschaften ausbreiten. Eine mündige Bürgerin des digitalen Zeitalters sollte nicht das Erkennen und Bestätigen der Wahrhaftigkeit von Nachrichten beherrschen. Vielmehr sollte sie den reputativen Weg besagter Information rekonstruieren können, die Absichten derjenigen bewerten können, die sie in Umlauf gebracht haben und die Agenden jener Autoritäten herausfinden, die ihr Glaubwürdigkeit verliehen haben.“

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Mein #Smarterphone

Dirk hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen, das fange ich natürlich auf… es geht um Smartphone-Nutzung.

Name: Johannes Kuhn
verbringt seinen Tag als… Journalist und US-Korrespondent @SZ

nutzt ein: iPhone SE

Wie würdest Du Dein Verhältnis zu Deinem Smartphone beschreiben?

Noch keines auf Augenhöhe. Mein Telefon ist unverzichtbar und hilft mir, aber ich würde mich gerne bewusster für die Nutzung entscheiden statt aus Langeweile- oder Verlegenheit. Ich glaube, dass Software dabei immer besser helfen kann (auch ohne Kontext-Überwachung), aber am Ende geht es um das Bewusstsein, warum ich bestimmten Reizen folge.

Welche App/Funktion nutzt du am häufigsten? (gerne in den Statistiken nachschauen oder aus dem Bauch schätzen)


Wetter (in Texas unverzichtbar), Spotify & diverse Radio-Apps, Browser, Pocketcasts, Pacer.

Welche App/Funktion magst/nutzt du gar nicht?


Ich habe alle Social-Media-Apps deinstalliert, sofern sie keine Messenger sind. Ich hole sie für einzelne Postings wieder zurück aus der Cloud und lösche sie danach. Die Erfahrung ist positiv. Das GPS schalte ich nur an, wenn es unbedingt nötig ist. Das gibt mir das Gefühl, meinen Datenabfluss zu verringern (hört sich wie „Strategien gegen Inkontinenz“ an und ist es im übertragenen Sinne auch).

Arbeit und Handy – wie regelst du das?


Ich kriege keine Arbeitsmails auf das Telefon, alles Zeitkritische läuft via Slack oder Telefon.

Welche Notification hast du eingeschaltet?

Die relevanten Messenger-Kanäle und diverse Push-Meldungen von Medien (aber nur zwischen 7 und 22:30 Uhr).

Warum?


Weil dadurch das meiste abgedeckt ist, was ich privat und beruflich an mich ranlassen möchte oder muss. Hilfreich: Ich lasse mir nur noch “Mitteilung” im Lockscreen anzeigen, keine Details. Dadurch habe ich die Wahl, ob ich wissen möchte, was sich dahinter verbirgt.

Hältst Du Dich an soziale Regeln bei der Smartphone-Nutzung? Wenn ja: Welche?

Mit Ausnahme des unauffälligen Uhrzeitblicks kein Smartphone beim Mittag- und Abendessen oder bei Gesprächen mit Freunden. Außer wenn eine Frage auftaucht, die alle Anwesenden ergoogelt haben wollen. Inzwischen halte ich das sogar durch, wenn der Gesprächspartner kurz nicht am Tisch ist.

Gibt es Regeln, die du wieder verworfen hast?

Ich wollte einmal einfach nacheinander alle Apps deinstallieren, die ich in Langeweilen-Momenten ritualisiert nutze. Das war unnötig.

Zum Abschluss: Was sollten mehr Menschen im Umgang mit Smartphones wissen?

Ich glaube, die Debatte über Smartphone-Sucht kann hilfreich sein, wenn sie wissenschaftlich geführt wird und nicht Folklore rationalisiert. “Wir sind alle Opfer oder krank” lädt zur Denkfaulheit ein, und eine Menge Menschen würden diese Diagnose ablehnen, glaube ich. Ich persönlich würde mir auch einen anderen Bezug wünschen: Der Umgang mit Reizen, Informationen und Gedanken ist keine Frage, die uns erst die Technologie gestellt hat. Sie beschäftigt uns schon immer und hat spirituelle und philosophische Komponenten; die Sehnsucht, unser Leben zu spüren und in der Gegenwart zu existieren.

Ich werfe dieses Stöckchen Ben, Alice Greschkow und Nico „Lost in Scrum“ Brünjes zu.

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Identitätsmythen und das Vakuum unseres Fortschrittsbegriffs

Nach meinen etwas fruchtlosen Gedanken zu einem „inklusiven Nationalismus“ kommt dieses hilfreiche Video der New York Times rechten Zeit. Es ist ein simpler Einstieg in die Konstruktion nationaler Identitäten. Ein neuer Mythos gemeinsamer Werte jenseits der Nation, so endet Max Fisher, müsste genauso stark wie der nationale Identitätsmythos sein.

Es gibt einen Mythos, der in den vergangenen Jahrzehnten ähnlich dominant, ja dominanter war: Fortschritt. Georg Seeßlen, für mich einer der gewissenhaftesten Publizisten der deutschen Gegenwart, hat das Konzept jüngst einmal auseinander genommen. Die Fortschrittserzählung, argumentiert er, bestehe inzwischen nur noch aus einer auf das Ökonomische reduzierten Perspektive (vgl. Erich Fromm), die sich in dieser dreifachen Gleichung zusammenfassen lässt:

Fortschritt = Arbeit, Fortschritt = Geschichte, Fortschritt = Wachstum.

Er kommt am Ende zu dem Ergebnis, dass die Mission einer progressiven Linken eben nicht nur in der Organisation des Fortschritts liegen kann, sondern in einer Neuvermessung seiner Idee, aus der sich auch ein verändertes Geschichtsverständnis ableitet. Er hat dies  so formuliert:

„Vielleicht wäre es eine der vornehmsten Aufgaben einer neuen Linken, neben einer sozialen Neuorganisation des Fortschritts auch über seinen Wert nachzudenken. In Antonio Gramscis eingangs zitierter Unterscheidung des Werdens von der Ideologie des Fortschritts (die wahrhaft Epoche gemacht hat) steckt eine Möglichkeit. Es geht nicht nur um eine ‚bessere‘ Verteilung von Wachstum und Wohlstand, nicht um mehr Kontrolle hier und weniger Profitgier dort, es geht vielmehr um eine Neubestimmung von Fortschritt und Geschichte. Weder ist diese linear und planvoll noch jener ‚Gesetz‘ und Wert an sich. Jeder Fortschritt ist nur eine Option unter vielen, an jedem Fortschritt gibt es die regressive Kehrseite. Eine wirklich neue Linke orientierte sich nicht an der Ideologie des Fortschritts, sondern an der Praxis des Glücks. Für möglichst viele.“

Diese Arbeit könnte am Ende, wenn sie wirklich schonungslos gängige Konzepte und Denkfallen meidet, in der Tat einen kraftvollen humanistischen Mythos hervorbringen. Und ich brauche nicht zu erwähnen, dass die Zeit drängt.

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RSS für alle

 Ein öffentlich-rechtlicher RSS-Reader und 29 weitere Ratschläge für ein freies Internet

Dirk schlägt drüben einen öffentlich-rechtlichen RSS-Reader vor und ich finde das fein.

Einmal, weil ich darin schon die Struktur des Kommenden erkenne. RSS als Technologie gilt als gestrig, aber das Prinzip weist in die Zukunft. Zumindest in die, die ich mir vorstelle (Achtung, Exkurs):

Ein dezentrales Netz ohne Identitätsbroker (ich verkneife mir den Block-Begriff), in der ich mir die Welt über Streams organisiere: (1) Ankommend Nachrichten-, Freundes- und Signal-Streams. (2) Ausgehend eigene Postings und Signale, Freigaben von Identitätsschichten (zum Beispiel abgestuft persönliche Interessen bis Verhalten/Ortung für die Werbevermarktung im Gegenzug für Geld oder Dienstnutzung). UI würde sich gar nicht so sehr von dem heutigen Smartphone unterscheiden, nur dass „Apps“ sehr viel unsichtbarer wären und wahrscheinlich sogar konzeptionell in etwas anderem aufgehen würden, vgl. „Tasks“ bei Home-Lautsprechern.

Doch zurück zum Öffi-RSS: Es gibt drei Punkte, die mir in Sachen Umsetzung eingefallen sind. Das eine ist, die Notwendigkeit, ihn zu begründen – Dirk macht das ja drüben, aber natürlich genügt es nicht, dass er zur Europäischen Rundfunkunion nach Genf geht und dort an die Tür klopft. Vielleicht wird die Idee ja Teil eines größeren Aktivisten-/NGO-Aufschlags zum Schutz des Web (bin gespannt, was zum 25. WWW-Geburtstag Ende April aus dieser Ecke kommen wird).

Die Notwendigkeit ist aber natürlich auch an die Distribution geknüpft. Das WWW explodierte ja (auch) deshalb, weil Microsoft als Reaktion auf Mosaic/Netscape den Internet Explorer standardmäßig in Windows installierte. Da kommen wir beim Öffi-RSS – dessen Software sich ja nicht groß von Privatangeboten unterscheiden und nicht unbedingt durch Netzwerkeffekte exponentiell wachsen wird – schnell zu Marketing-, Markt- und Missionsfragen.

Damit hängt natürlich auch die Praxis zusammen, in Deutschland im Rundfunkstaatsvertrag geregelt, bis zum kleinsten Strichpunkt umkämpft und europaweit immer stärker unter Druck. Infrastruktur gehört (vielleicht gibt es kleine Ausnahmen) nicht zu den ÖR-Aufgaben, sondern ist Mittel zum Zweck, eigenen Content auszuliefern (von Sendetechnik bis Mediathek). Hier zeigt sich das Problem, die Digitalisierung zu verstehen: Software könnte ein Mittel zur Erfüllung des Informationsauftrags sein, aber ÖR definiert sich eben als Content-Produzent und steckt darin erst einmal fest. Einen ähnlichen Fehler haben in den vergangenen 10-15 Jahren ja viele Printverlage/Medienhäuser 1  gemacht, weshalb die Veränderungen in nächsten zehn Jahren ziemlich… aber lassen wir das.

Ergänzung: Okay, es ist nur ein blöder RSS-Reader, vielleicht mach‘ ich die Sache ein bisschen zu kompliziert. Aber die Sache mit den Öffentlich-Rechtlichen IST kompliziert, politisiert und was auch immer.

1 Fairerweise: Ein paar von ihnen haben es versucht, nur wenige davon erfolgreich. Axel Springer wäre der einzige deutsche Verlag, der die technologische Reputation hätte, den RSS-Reader als Dienstleister umzusetzen, aber medienpolitisch spielen da natürlich andere Konflikte rein, jenseits der Frage, ob die Umsetzung in öffentlicher Hand bleiben sollte.

 

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Texas White House (fatales Grillfest für den Kanzler)

Das Foto habe ich neulich aufgenommen, es zeigt Pool und Herrenhaus von Lyndon B. Johnsons Ranch, ungefähr anderthalb Stunden von Austin entfernt. Gelände (1100 Hektar) und Haus sind Nationalpark und deshalb für alle zu besichtigen.

LBJ, nur wenige Meter entfernt aufgewachsen, verbrachte hier als Präsident seine Wochenenden und Urlaube, hielt sogar Kabinettssitzungen unter der Eiche im Garten ab. Manchmal empfing er Staatsgäste, unter anderem Ende Dezember 1963 den deutschen Kanzler Ludwig Erhard.

Damals veranstaltete Johnson für die deutsche Delegation ein Grillfest und karrte den Jugendchor aus dem nahe gelegenen Fredericksburg an – das Texas Hill County ist einer der amerikanischen Flecken mit der größten deutschen Siedlertradition. Die deutschen Gäste waren begeistert und Erhard ließ sich prompt um den Finger wickeln: Johnson ignorierte seine Idee, Westdeutschland könnte die DDR der Sowjetunion abkaufen. Stattdessen verpflichtete der US-Präsident den deutschen Kanzler dazu, die amerikanischen Verluste wegen der Truppen-Stationierung in Westdeutschland durch Rüstungskäufe künftig vollständig auszugleichen – obwohl die Bundeswehr absehbar weder Bedarf, noch die Bundesregierung das Geld haben würde.

In den Jahren danach stiegen durch den Vietnamkrieg die Militärausgaben der USA rapide, 1966 verlangten sie deshalb drastisch erhöhte Zahlungen aus Bonn. Erhard geriet in Haushaltsnöte und konnte seinen „Freund“ Johnson nicht zu einem Rabatt beim Devisenausgleich überreden. Das Haushaltsdefizit brachte schließlich die schwarz-gelbe Regierung zum Platzen und besiegelte das Ende von Erhards Kanzlerschaft. Auch Johnsons Präsidentschaft blieb wegen Vietnam unvollendet und ohne eine zweite vollständige Amtszeit. LBJ starb 1973 nach einem Herzinfarkt im Schlafzimmer der Ranch und liegt auf dem Anwesen begraben.

LBJ hat einem Vertrauten den Besuch laut Spiegel einmal so beschrieben: „Dieser Erhard hat ein Riesentheater um mich gemacht. Der wäre auch in den Stall gegangen und hätte meine Kühe gemolken, wenn er ihre Zitzen gefunden hätte.“

Archivbilder via YouTube.

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Winter in Texas

Niemand hatte mir verraten, dass Winter im südlichen Texas so kalt werden kann.
Und er ist für texanische Verhältnisse wirklich kalt, es hat zwei Mal geschneit und geht nachts dauernd auf knapp über Null runter. An einen ähnlichen Winter kann sich fast niemand erinnern (was auch daran liegt, dass hier viele Leute in den vergangenen zehn Jahren hierhergezogen sind).

Der Bademeister im Freibad (das natürlich geöffnet hat) trägt nicht nur einen Neopren-Anzug, sondern auch noch einen Mantel drüber.
Der Kolumnist der örtlichen Tageszeitung wünscht sich die Hundetage zurück. Die sind im Sommer, wenn es hier wochenlang um die 40 Grad haben kann.

Die Häuser hier – Holz meets Gipswände meets fehlende Isolation – sind nicht für die Kälte gemacht. Die Palmen auch nicht. Wenn der Gefrierpunkt naht, beginnt die Panik – Vermieter und Fernsehen erinnern daran, die Wasserhähne tropfen zu lassen, damit die Leitungen nicht einfrieren. Ich kann immer noch nicht sagen, ob das ein sinnloses Ritual oder wirklich hilfreich ist.

Während ich das fertig schreibe, hat sich das Wetter innerhalb von 24 Stunden gedreht. Von +1 auf +21 Grad. Im Nachbarschaftsbad ist fast kein Platz mehr im Becken, die Vögel und Eichhörnchen flattern und rennen wie irre umher. Niemand hatte mir verraten, dass Texas das Land der extremen Wetterschwankungen ist.

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