in Notiz, Technologie

Zuckerhearings

Zuckerberg vs. US Senate, Round 1: Reasonable Expectations
Privacy Beyond the Individual
Zuckerberg’s House Hearing, Toutiao’s Apology, Apple’s Siri Hire ($)

Wie wären die Reaktionen auf das Facebook-Hearing gewesen, wenn ein Computer dem US-Kongress Rede und Antwort gestanden hätte? Okay, natürlich lässt der Auftritt Zuckerbergs Rückschlüsse auf Facebook zu, weil er ja diesen ganzen Gründermythos etc. verkörpert und FB sehr darauf zugeschnitten ist. Aber diese ganze Performance-Rezeption, wie menschlich oder souverän er gewirkt hat, ist natürlich ein etwas schiefer Rahmen, wenn wir über Regulierung diskutieren wollen (mein eigenes Stück von Mittwochmorgen findet sich @SZ und ist mein Versuch, dem Performance-, Fachpolitik- und Rezeptionskontext Rechnung zu tragen).

Die drei oben verlinkten Stücke arbeiten recht gut heraus, um was es geht: Das Konzept von Privatsphäre in den USA und die Frage, was man „vernünftigerweise an Privatsphäre erwarten kann“ – die Debatte geht ja über Werbe-Tracking hinaus und betrifft auch digitale Überwachung, Durchsuchung etc.

Versteht also ein Nutzer zum Beispiel, dass er getrackt wird, wenn er eine Seite mit Like-Button besucht? Zuckerberg konnte die Senatoren und Abgeordnete dadurch etwas von der Debatte ablenken, dass er immer vom Eigentum der Nutzer an den Daten sprach, die sie explizit hochluden – aber natürlich gibt es eben auch die Daten, die Facebook über Nutzer sammelt und gruppiert (und dieser Datenkorb lässt sich eben nicht „herunterladen“). Und hier verläuft die Grundsatzdiskussion: Weiß der durchschnittliche Nutzer, welchem Tracking-Ausmaß er mit Bestätigung der AGBs zustimmt – wie verhält sich die Antwort auf diese Frage zu genannten „vernünftigen Erwartungen“?

 

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