Die Versachlichung der Mediendebatte

Massenmedien
Lautstärke vs. Diskursqualität, Version 2.0 (via latejapride, Flickr)

Nach der Massenhyperventilation in den vergangenen Wochen über das SZ-Magazin (das ich übrigens ganz ordentlich fand) und den unverzeihlichen Fehler der zuständigen Redaktion, das eingestellte US-Wirtschaftslifestyle-Magazin Portfolio als Blog zu bezeichnen, hatte ich wieder einmal den Glauben verloren: Werden wir niemals von Diskussionsstand und -tonalität von 2005 wegkommen.

Vielleicht nicht in Deutschland. Dass wir über das Thema ohne Schaum vor dem Mund diskutieren können, zeigt der angelsächsische Economist in seinem ausgewogenen und fundierten Briefing über die Zukunft der Medien (aktuelle Ausgabe). Denn es gibt über den Medienwandel nicht mehr zu sagen, als der letzte Absatz im dazugehörigen Kommentar:

“But the only certainty about the future of news is that it will be different from the past. It will no longer be dominated by a few big titles whose front pages determine the story of the day. Public opinion will, rather, be shaped by thousands of different voices, with as many different focuses and points of view.

As a result, people will have less in common to chat about around the water-cooler. Those who are not interested in political or economic news will be less likely to come across it; but those who are will be better equipped to hold their rulers to account. Which is, after all, what society needs news for.

So, meine lieben Landsleute. Wenn wir die Debatte erst einmal mit dieser Coolness führen, dann bin ich wieder dabei. Bis dahin überlasse ich das Hyperventilieren den anderen.

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