in Horizont, Notiz, Technologie

Mehr Nutzen aus Technologien

 The blitzscaling illusion

Anders als in manchen Pitch Decks propagiert sind unsere besten und wichtigsten Fortschritte und Technologien nicht per se kostenlos und ein Produkt schneller linearer Entwicklungen. Edward Tenner mit einer historischen Parallele:

„Im 20. Jahrhundert beschleunigten Kriegszeiten oft die Lösung der schwierigsten technischen Probleme: Kunstdünger, Antibiotika, Radar, Kryptographie, Atomenergie, Jet-Antriebe. Aber trotz der Alarmsignale in Sachen Klimawandel und Cybersicherheit existiert heute keine verbreitetes Gefühl der Dringlichkeit, das vergleichbar wäre. (…) Wenn wir zurück an den akuten Druck des zweiten Weltkriegs denken und wie Regierungsabteilungen damals der privaten Wirtschaft halfen, ihre Skepsis zu überwinden und zusammmenzuarbeiten, sollten wir ein vorrangiges Ziel verfolgen: Die systematischere Untersuchung all jener Ideen, die von den Tech-Medien als transformativ identifiziert worden sind. Danach sollten wir bessere Anreize für harte Technologien schaffen, die dem Gemeinwesen Nutzen bringen (zum Beispiel über Preise und bevorzugte steuerliche Behandlung). Was nutzen uns selbstfahrende Autos, wenn unsere Straßen – aus Mangel an langlebigeren Materialien und Straßenpflaster-Techniken – voller Schlaglöcher sind, die von den Autos noch nicht erkannt werden können?“

In der jüngeren Vergangenheit stoße ich häufiger auf Projekte, die Technologie gesellschaftlich denken wollen. Wenige davon denken in so großen Kategorien wie Tenner oben, sondern eher in Software. Und auch interdisziplinär beginnt gerade erst eine tiefere Vernetzung, so etwas wie fächerübergreifende R&D ist mir noch nicht oft untergekommen. Aber ich habe gerade erst begonnen, das zu sammeln – und freue mich auf Projekt-Hinweise in den Kommentaren!

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