in Denken, Notiz, Typen

Jordan Peterson

Jordan Peterson: „One Thing I am Not is Naive“
Freedom & Tyranny with Dr. Jordan Peterson
The Intellectual We Deserve
Why Jung Would Not Approve of Jordan Peterson
On Peterson, Political Correctness, and Postmodernism
A Critique of Jordan Peterson (+ Part II)

Vor einigen Monaten war der kanadische Philosoph Jordan Peterson bei Bill Maher (siehe Video). Der Hype wird vielleicht auch noch im deutschen Mainstream ankommen, wenn ein Verlag sein Selbsthilfebuch „12 Rules“ übersetzen wird (die FAZ hatte ihn im April schon einmal angelobt, quasi).

Nachdem ich mich genauer mit seinen Thesen beschäftigt habe, verfestigt sich langsam der Eindruck, dass diese Form von Netz-Konservatismus außer plakativen Feindbildern (böse Marxisten-Postmodernisten-Studenten!) und einer reaktionäreren Form von Neoliberalismus (Hierarchien sind Naturphänomene! Räume Zimmer und Lebenslauf auf, bevor Du demonstrieren gehst!) nichts zu bieten hat, in Petersons Fall offenbar nicht einmal ein fundiertes Wissen über seine (linken) Feindbilder oder Jungs Archetypen-Verständnis. Was nichts daran ändert, dass gefühlige Gegenwartskritik offenbar funktioniert und Peterson Hallen mit jungen Männern füllt. Dass diese intellektuelle Leere so viel Anziehungskraft hat und sich gerade zum Mainstream-Konservatismus hochstapelt, sollte auch progressiven Zeitgenossen Sorgen machen.

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