in Denken, Notiz

Tedescos Nachtlied

In Praise of Defensive Football

Yoni Raz Portugali:

„Während wir die Spielzüge nochmals anguckten (…), merkte ich, dass wir beide tatsächlich mehr an den ‚toten‘ Momenten des Spiels interessiert waren, in denen ein verteidigendes Team nicht den Ball hat und nur auf die Bewegungen der angreifenden Mannschaft reagiert. An den faszinierendsten Momente waren für mich jene Teams beteiligt, die über einen längeren Zeitraum als kompakte Gruppe verteidigten: eine exakte Choreographie, in der sie die Richtung nach links und rechts als ein gemeinsamer Organismus wechselten, je nach der Position des Balls. Diese Momente, in denen die individuelle Begabung ihren Kopf vor den Erfordernissen des Teams neigte und das Spiel den Bezug zu den Zuschauern und ihrem Bedürfnis nach Spektakel verlor, empfand ich als magisch. Verteidigende Fußballer sind völlig in den Moment vertieft, in koordinierte Bewegung und eine Begierde versenkt, ihr Ziel um jeden Preis zu erreichen: kein Gegentor zu bekommen.“

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Kommentar

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  1. Drei Schritte der Evolution:

    – auf dem Schulhof: alle auf den Ball
    – auf dem Sportplatz: jeder an seinem Mann
    – im Stadion: jeder in seinem Raum

    Im Stadion habe ich nie gespielt.

    Mich erinnert das immer an einen Schwarm, die Orientierung an den benachbarten Spielern, das Folgen, die Muster.